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Kindergruppe häusliche Gewalt - Wieder gestärkt in die Zukunft blicken

Für den SkF Lingen ist die Arbeit mit von Gewalt betroffenen Frauen und Kindern eine grundlegende Aufgabe. Kinder, die Gewalt in der Familie erfahren, haben meist wiederholt körperliche und seelische Gewalthandlungen gegen ihre Mütter miterlebt. Sie hören und sehen, wenn ihre Mütter geschlagen, gewürgt, beschimpft, bedroht oder gedemütigt werden. Dieses Miterleben der Gewalt gegen die Mütter hat vielfältige und unterschiedliche Auswirkungen auf die Kinder und ist immer schädigend. Kinder, die Gewalt miterlebt haben, sind oftmals in ihrer Selbstwahrnehmung und ihrem Sozialverhalten beeinträchtigt, haben Hemmungen, sind kontaktscheu und fallen durch distanzloses Verhalten auf. Nicht selten haben diese Kinder keine Lust zum Spielen, haben Kopf-, Bauch- und Magenschmerzen, können nachts nicht schlafen und machen ins Bett. Ohne spezielle Hilfe sind diese Kinder gefährdet, den Gewaltkreislauf, den sie erlebt haben, weiterzuführen.

In der Kindergruppe häusliche Gewalt des SkF Lingen haben Kinder im Alter von sechs bis zehn Jahren die Möglichkeit, über das Geschehene zu reden und zu erfahren, dass andere Kinder ähnliche Erlebnisse haben. Über einen Zeitraum von neun Monaten treffen sie sich regelmäßig in der Begleitung von Monika Olthaus-Göbel und Claudia Burrichter. Vor allem Kinder aus der ambulanten BISS-Beratung sollen mit der Kindergruppe häusliche Gewalt angesprochen werden.

Voraussetzung für die Aufnahme in die Gruppe ist eine Beendigung der Gewaltbeziehung. Denn diese Kinder haben nicht die Möglichkeit, über ihre Erfahrungen zu sprechen wie Kinder, die sich im geschützten Raum des Frauen- und Kinderschutzhauses aufhalten.

 

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